Gästeliste Knigge

oder “Wie frage ich korrekt nach einem Eintrag auf der Gästeliste?”

1. Begrüssung

Begrüsse den Menschen, der dich hoffentlich auf die Gästeliste schreiben wird. Denn vergiss nicht: Du bezahlst dank dieser Person keinen Eintritt! Ein kurzes Hallo macht schon viel aus.

2. Satzzeichen

Gross-/Kleinschreibung ist ja seit der Übernahme des Internets von unserem Alltag ziemlich untergegangen. Aber wenn du genau auf die Tastatur schaust, dann hat’s da mehrere Tasten mit komischen Zeichen drauf, welche nicht Buchstaben sind. Bitte benutze diese auch, denn bei

“arnold kurt reto ammann petra samantha hofstetter kira fritz”

kann es schon mal sein, dass neue Personen entstehen und du dann schlussendlich doch nicht auf der Liste bist.

3. Die Anfrage

Weisst du, es ist ja eigentlich (Betonung auf eigentlich) nicht selbstverständlich, auf die Gästeliste geschrieben zu werden. Früher zumindest war das noch ein Privileg. Heute wird die Gästeliste zwar häufiger angeboten, dies bedeutet aber nicht, dass du einfach blanke Namen mit einer befehlsmässigen Aufforderung schicken kannst. Es gehört nämlich auch dazu, zu fragen. Ein kurzes “Könntest du bitte folgende Personen auf die Liste nehmen?” reicht vollkommen aus. Was gar nicht geht, ist so etwas:

“nicole unteregger, samuel hofer und felix gamp ufd lischte für am fritig!”

4. Sich bedanken

Einfach merci sagen! Das hat dir deine Mutter früher bestimmt auch ein paar mal gesagt. Nicht ohne Grund!

5. Namen richtig ordnen

Durch das Ordnen der Namen nach folgendem Schema, erleichterst du den DJ’s, Partyveranstaltern und Promotern das Zusammenstellen der Gästeliste ungemein:

Sepp Blatter

Osama Bin Laden

Salma Hayek

6. An die Party kommen

Lass dich nur auf die Gästeliste von Partys schreiben, die du auch wirklich besuchen möchtest. Denn vergiss nicht: Meistens ist die Anzahl der Personen auf der Gästeliste beschränkt. Durch deinen Eintrag, kann jemand anders, der auch wirklich an die Party gehen möchte, nicht auf die Liste. Das nennt man unfair.

7. Wenn die Liste geschlossen ist, ist sie geschlossen

Das kannst du dir wortwörtlich hinter die Ohren schreiben. Es bringt rein gar nichts, eine Stunde vor der Party noch 10 Namen zu schicken und auch ernsthaft zu erwarten, dass diese Liste berücksichtigt wird. Da bringt auch ein Telefonat nichts, mit der Absicht, die Anfrage persönlicher zu gestalten. Denn die Liste ist geschlossen. Punkt.

8. Gästelisten-Allmächtigkeit

Wir sind nicht Gott. Nur weil wir an einigen Partys Gästeliste machen, heisst das nicht, dass wir eine Allmächtigkeit über alle Gästelisten der Stadt besitzen. Wir machen Gästeliste für Partys, die wir ankündigen. Und nicht für die, die wir NICHT ankündigen. moneyandmarkets.com Logisch, oder?

Durch das Befolgen dieses Leitfadens sollte es dir an fast jeder Party, bei welcher Gästeliste angeboten wird, möglich sein, erfolgreich deinen Namen auf die GL setzen zu lassen. Simpel, nicht?

Für weitere Vorschläge hat’s Platz unten bei den Comments. Danke für’s Lesen.

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16 Responses to Gästeliste Knigge

  1. Heinrich says:

    Eigentlich ein Armutszeugnis für die Menschen in Züri, dass solch ein Knigge überhaupt nötig ist…

  2. Hans Nötig says:

    Wie heisst es doch so schön: “Der Kunde ist König!”
    Ich hoffe, dass die Veranstalter, oder wie sie sich auch immer nennen, in Zukunft von solchen arroganten Aussagen abkommen. Bin mir eigentlich ziemlich sicher, dass sie wieder zur Besinnung kommen, nicht zuletzt weil es in Zürich zur Zeit ein Überfluss an Angebot gibt. Ferner freue ich mich auf den Knigge für Veranstalter!

    • Alpcan says:

      Tut mir leid, lieber Hans Nötig, deine Gefühle verletzt zu haben. Ich warte sehnsüchtig auf dein Knigge für Veranstalter, damit wir das, was den Besucher stört, uns zu Herzen nehmen können. Denn dieses Knigge ist ja nicht abwertend und überheblich gemeint, sondern soll beiden Parteien das ganze Gästelisten-Ding erleichtern. Wenn dir das zu arrogant ist, dann kannst du ja gerne auf ebendiese Gästelisten verzichten.

      • Cindy. says:

        all die Pünkt zeiged nu wiedermol uf was mr als kliina “Goof” aigentlich hetti sölla lerna.. Astand. ;)
        s’isch also überhaupt nid arrogant, odr was au immer, sondrn mr söttet froh sii, dass üs söttig Agebot zur verfüegig stönd & sus ignoriersch es halt eifach wenns di stresst. xD

        • Gauch says:

          Der Knigge ist leicht humorvoll aber überhaupt nicht beleidigend.
          Wer unbedingt gratis in den Club will und trotzdem denkt, er kann dem Veranstalter oder den Promotern Aufträge erteilen als wären die sein Concierge wird wahrscheinlich nicht so sehr als Kunde der Location vermisst, wie erwartet.

          Es ist doch nur selbstverständlich, dass die Namensliste einfach kopiert werden sollte, man keine Befehle verschickt und man wenigstens die Absicht hat, an der Party zu erscheinen.

  3. Tschimbinator says:

    Seit ihr boch ganz dicht???

  4. Don Bosco says:

    Bald auch ein “Nach-Hause-gefahren-werden”-Knigge?

    Z.B:

    1. Nicht um den Brei herumreden, einfach direkt fragen:
    …Macht es dir was aus, wenn du mich noch nach Hause fahren tätest!? (Bitte mit “tätest”).
    Für einen nüchternen Autofahrer gibt es im Ausgang nichts schlimmeres als besoffene, welche die Opferrolle einnehmen: “äljooooooo ich wegisn gr nd ch naher HEI chuuumm..” -futzdumm

    2. Das Auto loben. Nachfolgend eine Liste mit wünschenswerten Begriffen:
    -suuber
    -schön
    -schmöckt guet
    -zieht huerä
    -”was hät das auto eigentli für…?”-Fragen
    -krass
    -scheiss velofahrer/aargauer/tubl
    -mueter theresa
    etc.

    3. Vor dem Einsteigen und im Auto gibt es Regeln, welche zwingend eingehalten werden müssen bezüglich Umgang.

    a) Niemals, ich wiederhole, NIEMALS die Türe während dem Ein- und Aussteigen an ein anderes Auto anlehnen, oder gar “anklopfen”, ansonsten

    b) Nicht mit Gürtelschnallen, Nieten, Uhren, Ringen den Lack berühren.

    c) Ohne Zustimmung des Fahrers, nicht die Musik umstellen. Ansonsten kann man sich grob am “Gästeliste Knigge” für die Vorgehensweise zur Änderung eines Musiktitels halten.

    d) Es wird sich Angeschnallt, oder Busse selber bezahlt.

    e) Es werden keine anderen Automobilisten durch den Beifahrer provoziert

    f) Die Füsse gehören auf den Fussboden

    g) Fürze bleiben drin oder du bist draussen

    h) Leute mit feuchter aussprache schauen nach vorne

    i) Besoffene halten die klappe, insbesondere wenn Polizisten anwesend sind

    j) für Kiffer gilt dasselbe

    k) Wer Canceln muss, hat dies anzumelden, mindestens 20 Sekunden bevor die Krähe tatsächlich ruft.

    l) Über das “Duftbäumli” wird nicht gemotzt

    m) über den Musikgeschmack wird nicht gemotzt, selbst wenn Sailermoon dir Kopfschmerzen bereitet

    n) Esswaren nur mit bewilligung, gehören grundsätzlich in den Mund

    o) Fürs Trinken: siehe 3n)

    p) Türen nicht “schletzen”

    q) Nicht auf den Fahrer-Sitz sitzen und versuchen den Motor zu starten

    r) Zuvorkommende und Respektvolle weitere Gesten sind willkommen
    (z.B. auf die Gästeliste setzen)

    Für die Missachtung einer der unter Punkt 3 genannten No Go’s gilt:
    -Weiter zu Fuss
    -Bezahle ein Taxi
    -Scheiss mir in die Schuhe und blas mir in die Kappe
    -Suche und Finde den Nachbus
    -Schlaf unter der Brücke
    -Ruf Papi an
    ..falls dies auch nicht möglich ist versuchs mit:
    Hey Baby, ich bin neu in der Stadt, kannst du mir den Weg zu dir nach Hause zeigen?

    4. Danke sagen (Besser als Gold), –> Zallsh eisch eis

    5. Am nächsten Tag nicht in die Opferrolle unter Punkt 1 fallen.

    6. Auch ein “Nein” akzeptieren und nicht böse sein

    7. Sich am nächsten Tag erinnern von wem man nach Hause gefahren wurde

    • Mr. Ruf says:

      I like. Wird aufgenommen. Weitere Knigge folgen. Mein Favorit:

      k) Wer Canceln muss, hat dies anzumelden, mindestens 20 Sekunden bevor die Krähe tatsächlich ruft.

      thx

    • Aemis says:

      Du sprichst mir aus der Seele! Ich erlaube mir, deinen “Knigge” zukünfig 1 zu 1 weiterzuleiten. Der Gästeliste-Knigge war an der Zeit, denn langsam aber sicher gibt es genügend Leute, die das für eine Selbstverständlichkeit halten!

  5. Domi says:

    “seid ihr noch ganz dicht?”
    looool, bist du noch ganz dicht so einen brunz hier rein zu schreiben?
    über 200 likes sprechen eine eigene Sprache, und seit dem Blogpost habe ich keine einzige “unddankbare” gl-anfrage bekommen. also stfu.

  6. Daniel Zellweger says:

    Könntest du bitte meinen Namen auf die Gästeliste schreiben.

    Danke viel mal

  7. Hans Unnötig says:

    Sprach und starb.

  8. Rob1n says:

    So ist richtig
    Und bitte beachtet das +1 nicht immer willkommen ist.
    PS: noch an all diejenigen die jetzt denken was dieser “Knigge” soll.
    Habt ihr schon mal Events veranstaltet?
    Könnt ihr euch überhaupt vorstellen was das alles kostet?
    Ihr würdet alle ganz anders darüber denken nachdem ihr mal eine Party organisiert habt. Mit Party mein ich nicht ne Geburtstags-Sause sondern einen richtigen Event mit Namhaften DJ’s in einem “richtigen” Club.
    Also Pssssst ;)

  9. Phil(chen) says:

    meine lieben Freunde…

    Toll dass mal jemand so etwas macht und ja, es ist tatsächlich ein Problem resp. es wird mit Händen und Füssen getreten. Bedenkt mal ob ihr in der Migros mit dem Körbchen auch einfach so durch die Kasse gehen könnt ohne zu bezahlen? Das ist nämlich so in etwa ähnlich. Man setzt Stammgäste gerne auf eine Gästeliste die kommen, freude haben und auch den einen oder anderen Drink nehmen aber in Zürich hat das so ein Ausmass angenommen mit den Gästelisten dass es fast keinen Spass mehr macht weil wie richtig erwähnt wurde, muss ein Club, Line-Up, Personal, Flyer, Promo usw. usw. alles auch bezahlt werden. Dann kommen Gästelisten Anfragen + 4 usw. Man sucht sich dann kurz 4 Personen aus die mitkommen, sauft sich die Lampe voll vorher, macht keinen Franken Umsatz und dann sind es auch noch “schlechte” Gäste = no go! Bitte respektiert auch den Event und ja, es gibt “gute” und “schlechte” Veranstalter. Personen die es mit absolutem Herzblut machen und solche die das schnelle Geld suchen ABER die Zeiten sind vorbei mit dem schnellen Geld. Es ist harte Arbeit in Zürich!! Das wichtigste ist, dass der Gast eine gute Party hatte, egal ob jetzt Geld verdient wurde oder nicht und dafür geben gewisse Veranstalter ihr Herzblut!!

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