Bloggen ist toll. Man hat 26 Buchstaben, ein paar Umlaute und Zeichen zur Verfügung und somit alle Freiheiten der Welt, kann den Mitmenschen im Umfeld etwas mitgeben (sofern man etwas zu erzählen hat), zeigt nebenbei seine Zuneigung und Begeisterung gegenüber der Sprache und kann – sofern diese mehr oder weniger beherrscht wird – sich ziemlich gut beweisen und Statements setzen. Wieso ich dies jetzt festhalten musste/wollte/konnte, weiss ich auch nicht so genau. Und eigentlich käme ja jetzt die Kritik an all jene, die dank dem Web 2.0 auch plötzlich den Drang verspüren, Blog schreiben zu müssen, jedoch in der Schule früher bei Aufsätzen 3er am Laufmeter hatten wie BMW Fabriken und männliche Pornstars. Aber ebendiese Kritik lasse ich jetzt bewusst aus, da es ein Bloggerkollege ziemlich genau auf den Punkt gebracht hat mit einem Artikel, den ich hiermit unterstützen und meine Unterschrift druntersetzen möchte. Und zwar hier.
Sonst sind die Vibes aber eher positiv gestimmt. Ich freue mich definitiv auf den Sommer aus verschiedenen Gründen. Die Ferien zum einen, der studentische Neuanfang zum anderen. Vielleicht werd ich Lehrer. Dann können eure Kinder auch so gut schreiben (und trinken) wie ich. Vielleicht werd ich aber auch was anderes. Das wird sich alles im April ergeben. Ist schon fies; (das nennt man übrigens Semikolon, liebe Blog-Schreiber) mit 16, als die Janine ihre Lehre schmiss, dachte ich “oh nein, was soll bloss aus ihr werden?”. Mittlerweile verdient sie mehr als ich und hat ‘ne eigene Wohnung in Wiedikon, ganz ohne Ausbildung. Und ich bin immer noch Student. Dafür quartier ich mich bei ihr ein, esse ihre Kochbananen und trinke ihren Wein. So sind halt beste Freunde.
Zurück zu den positiven Vibes. Das Weekend ist da und startet mit einem internationalen Superstar in der Alten Börse. Am Freitag ist nämlich Busy P, französischer Electro-Produzent, DJ und Inhaber von Ed Bang Records an der Killer zu Gast. Wer Gefallen an Busy P hat, sollte sich folgendes Video anschauen. Wer einen guten Humor hat, ebenso:
“I am Japanese. And what is it like being French people?” Haha.
“What’s the most things you have ever done in one day? You are busy, right?” Hahaha.
Am Samstag geht der Klassiker der Klassiker in der Härterei über die Bühne. Die Rede ist von der Superfly, denn April lässt die Libido schiessen. Januarkinder werden gezeugt, Antibabypillen abgesetzt, Konkubinate ignoriert. Die Fliege erwacht aus dem Winterschlaf und will Leute dazu animieren, rumzumachen. Doch da Rum eh nur für Piraten taugt, begnügen wir uns mit dem Vodka und lassen Nr. 1 Fans vom russischen Nationalgetränk aka Greg, L-Way, Fresh und Certified ihren natürlichen Lebenslauf ausleben und dem amerikanischen Traum nacheifern. Doch da wir den P.Diddy Lifestyle ziemlich wahrscheinlich nicht mehr hinkriegen, erfreuen wir uns an den einfachen Dingen im Leben, wie zum Beispiel der Superfly am Samstagabend. Wir sind einfach gestrickt. Null Starallüren. Bzzz. Insektensprache.
In diesem Sinne verabschiede ich mich und wünsche ein schönes Weekend allerseits. Wir sehen uns an der Bar. Bis Drink!
