Hey SUP bring that back!

Auszug aus Wikipedia:

In der DDR wurden DJs zur Vermeidung des englischen Begriffes Diskjockey gesetzlich als Schallplattenunterhalter oder kurz als SPU bezeichnet. Es gab auf Grundlage der Anordnung über Diskothekveranstaltungen vom 15. August 1973 (Gbl. der DDR Teil I Nr. 38 vom 27. August 1973) frei- oder nebenberuflich tätige Schallplattenunterhalter. Jeder zukünftige SPU musste dazu einen Eignungstest bestehen und einen einjährigen speziellen Grundlehrgang mit anschließender staatlicher Prüfung bei dem dafür zuständigen Kreis- bzw. Stadtkabinett für Kulturarbeit durchlaufen. Anschließend wurde eine Spielerlaubnis erteilt. Nur der „staatlich geprüfte Schallplattenunterhalter“ durfte Tonträger vor einem größeren Publikum spielen und musste regelmäßig an Weiterbildungsveranstaltungen, sogenannten Monatskonsultationen, teilnehmen. Alle zwei Jahre erfolgte eine Neueinstufung durch die Einstufungskommission. Eine weitere Besonderheit in der DDR bestand in zahlreichen Vorschriften und Empfehlungen, zu deren Einhaltung der SPU verpflichtet war. Die wohl bekannteste Regelung der „Anstalt zur Wahrung der Aufführungs- und Vervielfältigungsrechte auf dem Gebiet der Musik“ (AWA) war die 60/40 – Regelung, die SPU dazu verpflichtete 60 Prozent der Programmfolge mit Musikproduktionen aus der DDR und dem sozialistischen Ausland zu gestalten. Zeitweilig waren SPU verpflichtet vor jedem Auftritt Titellisten an die AWA einzureichen. Obwohl die SPU mit Kontrollen und Lizenzentzug rechnen mussten, sah die Praxis in den meisten Diskotheken anders aus. Ende der 1970er Jahre wurden in der DDR 6000 Schallplattenunterhalter gezählt. In den 1980er Jahren wurden die Begriffe „Diskotheker“ und „Disko-Moderator“ geprägt.

Wie schön wäre das, wenn in der Schweiz alle DJ’s auch einen Eignungstest machen müssten? Andererseits – wie scheisse wäre das, wenn wir keine Anglizismen brauchen dürften? Ich werde nun das folgende Weekend-Preview ohne jegliche Anglizismen präsentieren. Hier ist sie also, die Wochenend-Vorschau, komplett ohne englischen Einfluss:

Heute, Freitag lockt das Wetter zum Grillieren ein: Weisswurst und Bier (ziemlich deutsch bis jetzt, hm?), eine kleine Abkühlung in der Limmat und später vielleicht ein bisschen Clubbi… Diskotheken-Besuche. Heute feiern zum Beispiel die Kollegen vom “fiesen Abfall” in der Alten Börse wie immer ziemlich elektronisch, bis die Trommelfelle platzen. Die einheimischen Jakob Preis, Datt’Stil und Malik Sabotage unterstützen die internationalen Geschlechtsverkehr-Eindringlinge aus Deutschland und die Boomzers (das ist nicht englisch!) aus Italien. Die nicht mehr so jungen, wie ich, lassen es heute gemütlich angehen, damit sie fit sind für den 12 Stunden Marathon morgen, Samstag.

Denn da geht’s los um 17.00 Uhr, wenn das Pier West, ääh natürlich der Westen-Pfeiler am oberen Letten seine Pforten aufmacht und mit Musik von SPU’s (siehe oben) die Menge zum Braten von Wüsten, zum Baden in der Limmat, zum Geniessen eines kühlen Getränks und zum …(was ist die Übersetzung von chillen?) Rumflanieren einlädt bei herrlichstem Sonnenschein. Der Eintritt ist frei, wenn’s voll ist, ist’s voll.

Am Abend geht’s weiter mit der “Meistgewollten” Fete in der Härterei, wo die SUP’s N.D., Dubios, L-Weg, Q-Tropfen und Zertifiziert die beste Mucke aus ihren Ärmeln schütteln. Aber damit ihr’s auch richtig versteht, hier der offizielle Promotext:

Am Samstag dem 21. Mai machen wir keine halben Sachen. Deshalb wollen wir auch keine knielangen Röcke, keine Sneakers der letzten Saison und keine drop ass boring Ballerinas an euren Füssen sehen! Nein, an der Most Wanted erwarten wir Miniskirts, strahlend weisse Turnschuhe und Stilettos! Die Most Wanted Party steht nämlich für das Beste, das Tollste – für die Crème de la Crème des guten urbanen Geschmacks, wenn man so will. Und für das stellen wir N.D., Zürichs charmantesten Nadelprinzen, wie auch DJ L-Way, hinter die Plattenteller. Damit aber auch diese sich mal einen kühles Bier und/oder einen hochprozentigen Shot gönnen können, ist auch junges, hochtalentiertes DJ-Blut am Start. Die DJs Doobious, Certified und Q-Drop werden mit hüftschwungtauglichem Hip-Hop, funkigem NuDisco und den tanzbarsten Partytunes für eine der heissesten Mai Nächte sorgen! So be there and dance, baby!

Fazit? Anglizismen verbieten ist so was von last century und sollte verboten werden. Andererseits wäre ein Money Boy ohne Anglizismen nicht lebensfähig. Alles hat seine Vor- und Nachteile. Aber eben, scheiss drauf: Es ist Weekend!

Noch ein gutes Lied für das herrliche Wetter:

Wir sehen uns am Pier West und an der Most Wanted (GL auf der Startseite!). Wie immer: Bis da, dort, Drink und New Point. Nice weekend!

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One Response to Hey SUP bring that back!

  1. hahaha stark:L-Weg, Dubios und Q-Tropfen :D

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